Unsere Hühner

Vom Dschungel in den Tierpark

Wer unsere Hühner beim Scharren und Gackern im Auslauf unserer Geissen beobachtet, merkt schnell: Hinter der geschäftigen Betriebsamkeit stecken neugierige, kommunikative und vor allem unverwechselbare Persönlichkeiten.

Anders als unsere Geissen lassen sich unsere Hühner jedoch nicht anfassen und mögen es weder gestreichelt noch hochgenommen zu werden.

Unsere Appenzeller Barthühner

Grischa

Buttercup

Bubbles

Blossom

Herkunft Das Appenzeller Barthuhn, von den Appenzellern liebevoll «Bartli» genannt, ist eine echte Schweizer Rasse, die Mitte des 19. Jahrhunderts im ostschweizer Alpenraum entstanden ist. Sie wurde als robuste Landrasse gezüchtet und war als Legehenne sehr geschätzt, da sie bereits mit 6 Monaten die ersten Eier legen kann und es im ersten Jahr auf 120 bis 160 (manchmal auch bis zu 180) Eier bringt. Selbst bei kühleren Temperaturen legen sie weiterhin zuverlässig ihre weissen Eier.

In der Nachkriegszeit geriet das Barthuhn wie viele andere traditionelle Landrassen leider in Vergessenheit, denn gegen die ertragreichen Hybridhühner hatte es keine Chance. Heute stehen die Appenzeller Barthühner deshalb auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen und werden von der Stiftung ProSpecieRara aktiv gefördert.

Aussehen Das auffälligste Merkmal der Appenzeller Barthühner ist ihr namensgebender Bart, der aus Kinn- und Backenbart besteht und Hahn und Henne ziert. Ebenso einzigartig ist der breite, kräftig rote Rosenkamm, der weniger kälteempfindlich ist  als der verbreitetere Stehkamm.

Ursprünglich gab es die Appenzeller Barthühner nur in Schwarz, später kamen die rebhuhnhalsigen und blau-gesäumten (grauen) Varianten hinzu. Heute sind die rebhuhnhalsigen am verbreitesten, während die beiden anderen Varianten immer seltener werden.

Verhalten und Lebenserwartung Appenzeller Barthühner sind lebhafte, neugierige und selbstständige Tiere mit ausgeprägtem Freiheitsdrang. Sie sind gute Flieger und lieben es, in Bäumen zu schlafen, ganz wie ihre wilden Vorfahren. Sie werden zutraulich, wenn sie von klein auf an den Umgang gewöhnt werden, werden aber wie alle Hühner ungern auf den Arm genommen. Bei guter Haltung und Pflege können sie ein Alter von 5 bis 8 Jahren erreichen.

Unsere New Hampshire Hühner

Valkyrie

Pixie

Nugget

Banshee

Herkunft: Das New-Hampshire-Huhn stammt aus dem gleichnamigen US-Bundesstaat, wo es in den 1910er Jahren aus den Rhodeländern herausgezüchtet wurde. Und bereits in den 1920er Jahren begann man, sie gezielt auf ein schnelles Wachstum, frühe Reife und hohe Legeleistung zu selektieren. Als eigene Rasse wurden sie  jedoch erst 1935 offiziell anerkannt und um 1950 kamen auch die ersten in die Schweiz. Einen ganz besonderen Ehrentitel erhielten sie 2018, als sie auf Initiative einiger Primarschüler zum offiziellen Staatsvogel New Hampshires ernannt wurden. 

Als zuverlässige Legehennen bringen sie es auf rund 220 bis 250 Eiern pro Jahr und legen selbst noch bei winterlichen Temperaturen ihre meist braunen Eier. Die Legeleistung nimmt jedoch ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr allmählich ab, weshalb sie in der Landwirtschaft oft nicht älter als 3 bis 4 Jahre werden.

Aufgrund ihrer hohen Legeleistung wurden sie aber auch zu einer wichtigen Ausgangsrasse für die industrielle Hühnerhaltung und moderne Hybridzucht.

Aussehen Mit ihrem kräftigen, gerundeten Körper sind New-Hampshire-Hühner eine unverwechselbare Erscheinung. Die Rasse wird in drei anerkannten Farbschlägen gezüchtet: dem ursprünglichen leuchtend rotbraunen bis kastanienroten Gefieder, einem reinen Weiss sowie einem goldbraun-blaugezeichneten Farbschlag. Bei den goldbraunen Tieren wird besonders die sogenannte Dreifarbigkeit geschätzt, bei der sich Halsgefieder, Sattel und Flügeldecken farblich deutlich voneinander abheben. Beide Geschlechter haben gelbe Beine, jedoch sind die Hähne kräftiger und schwerer als die Hennen.

Verhalten und Lebenserwartung New-Hampshire-Hühner sind ruhige, zutrauliche Tiere, denen man von der Kampfeslust ihrer asiatischen Vorfahren nichts mehr anmerkt. Lediglich ihre kräftigen Läufe erinnern noch daran.

Sie sind wenig flugfreudig und eignen sich besonders gut für die Hobbyhaltung, was sie zu einer der beliebtesten Hühnerrassen überhaupt gemacht hat. Bei guter Haltung können sie 5 bis 7 Jahre alt werden, wobei die Hähne in der Regel sogar noch etwas älter werden.

Wie gross der Bedarf an Eiern ist, zeigen allein schon die Zahlen aus der Schweiz: 2025 wurden rund 1,9 Milliarden Eier konsumiert, was über 200 Eiern pro Person und Jahr entspricht. Dabei zählen selbstverständlich nicht nur die Frühstückseier, sondern auch die unzähligen Eier, die in Nudeln, Mayonnaise oder Gebäck versteckt sind.