Sind von diesen Arten welche vom Aussterben bedroht?
Lange Zeit galt der Bestand der Rotrückenara als rückläufig. Ursache waren nicht nur legale und illegale Holzfällungen in ihren Lebensräumen, sondern auch die zunehmende Zerstörung durch Landwirtschaft und Industrie.
1994 wurde die Art deshalb als gefährdet eingestuft, Schätzungen zufolge lebten damals weniger als 10’000 Vögel in freier Wildbahn.
Anfang der 2000er Jahre begann sich der Bestand langsam zu erholen, woraufhin die Einstufung auf potentiell gefährdet gesenkt wurde.
Bei der Neubeurteilung 2025 zeigte sich schliesslich, dass sich die Bestände stabilisiert hatten, in manchen Gebieten sogar zunahmen und die Art auch begann, neue Gebiete zu besiedeln.
Seit 2026 gilt die Rotrückenara daher als nicht mehr gefährdet.
Unsere Vögel sind Familientiere
Viele Vögel sind Familientiere, die in der Natur nie alleine unterwegs sind. Deshalb fühlen sie sich auch als Haustiere nur wirklich wohl wenn sie einen Artgenossen haben. So können sie mit Jemanden kommunizieren, der sie versteht, sich putzen und miteinander spielen. Das kann kein Mensch ersetzen. Am Besten vergesellschaftest du Vögel der gleichen Art, denn nicht alle Arten vertragen sich untereinander, erst recht in einem (zu) kleinen Käfig, noch haben alle die gleichen Bedürfnisse. Und ob du lieber ein Paar oder Gleichgeschlechtliche hältst, ist ebenfalls Art abhängig.
Deshalb sprechen manche Vögel
Nymphensittiche, Wellensittiche und Nacktaugenkakadus sind dafür bekannt, menschliche Laute nachzuahmen. Papageien gelten dabei als besonders begabte Sprecher mit einer erstaunlich guten Aussprache.
Werden Vögel jedoch artgerecht in einer Gruppe oder als Paar gehalten, kommunizieren sie ganz natürlich in ihrer eigenen Sprache und haben kein Bedürfnis, Menschen nachzuahmen. Das Imitieren menschlicher Sprache ist daher oft ein Zeichen einer Fehlprägung: Wird ein von Natur aus geselliger Vogel allein gehalten, fühlt er sich einsam und gelangweilt. Aus diesem Mangel an Sozialkontakt heraus beginnt er, seine menschlichen Bezugspersonen zu imitieren und versucht so, den fehlenden Kontakt zu ersetzen.
Die Meinung, dass einzeln gehaltene Vögel anhänglicher werden hält sich leider hartnäckig. Tatsächlich werden einzeln gehaltene Tiere seelisch krank, sie vereinsamen und langweilen sich. Auch ein Spiegel ist kein Ersatz für einen Artgenossen der gleichen Art. Im Gegenteil, der Vogel zeigt beim „Spiel“ mit dem Spiegel ein Balzverhalten, auf das er jedoch keine Antwort erhält.
Das Atmungssystem der Vögel
Im Gegensatz zu Säugetieren werden die Vogellungen sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen gleichmässig von Luft durchströmt. Möglich macht dies ein ausgeklügeltes System aus Luftsäcken, die für einen ununterbrochenen Luftstrom sorgen. Die meisten Vögel besitzen neun solcher Luftsäcke.
Das Prinzip funktioniert so: Die frische Luft strömt zunächst in die hinteren Luftsäcke, gelangt von dort in die Lunge und fliesst anschliessend in die vorderen Luftsäcke weiter. Von dort wird die verbrauchte Luft schliesslich über die Luftröhre wieder ausgeatmet. Der Brustkorb fungiert dabei wie ein Blasebalg, der die Luftsäcke abwechselnd füllt und leert.
Dieses System ist dem unsrigen weit überlegen: Ein Vogel kann bis zu dreimal mehr Sauerstoff aufnehmen als ein gleich grosses Säugetier. Auch das Herz-Kreislauf-System ist deutlich leistungsfähiger.
Leichtbauweise für den flug
Vögel sind ausserdem konsequente Leichtbauer. Ihre Knochen sind hohl und luftgefüllt, was sie erheblich leichter macht als massive Röhrenknochen. Auch trinken sie sehr wenig, da eine volle Blase beim Fliegen schlicht unnötiges Gewicht wäre.
Um ihren hohen Energiebedarf zu decken, müssen sie dafür umso mehr fressen. Auch liegt ihre Körpertemperatur mit 41–44 Grad Celsius deutlich höher als beim Menschen.